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Steinwolle oder Glaswolle?

Wo liegt der Unterschied zwischen Steinwolle und Glaswolle?

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Diese beiden Dämmstoffe sind sehr weit verbreitet. Sie gehören zur Gruppe der mineralischen Dämmstoffe. Das liegt natürlich daran, weil sie aus mineralischen Rohstoffen hergestellt werden. Doch dazu später mehr. Diese Dämmmaterialien machen etwa 60 bis 70 Prozent aller Dämmstoffe aus, die auf einer üblichen Baustelle Verwendung finden. Das gilt nicht nur für Neubauten, sondern auch für Sanierungen von älteren Gebäuden. Für welche Einsatzzwecke sich diese mineralischen Dämmstoffe am besten eignen und welche besonderen Eigenschaften sie besitzen, wird in den folgenden Abschnitten noch näher beschrieben. Doch zunächst geht es erst einmal um die Herstellung.

Die Herstellung mineralischer Dämmstoffe

Zur Herstellung von Steinwolle werden verschiedene Gesteinsarten verwendet. Als Grundstoffe dienen Dolomit, Kalkstein und Feldspat. Einige Hersteller mischen auch noch etwas Diabas hinzu. Diese Gesteinsarten werden geschmolzen und noch mit Sand und einem Anteil von etwa 30 Prozent Glas vermischt. Nach dem Abkühlen entsteht dann das Dämmmaterial, das eine gelbgrüne Färbung aufweist. Diese kann mitunter auch graugrün oder ähnlich sein. Das ist von der jeweiligen Zusammensetzung der Gesteinsarten abhängig.

Die Herstellung von Glaswolle erfolgt in ähnlicher Form. Dazu werden ebenfalls verschiedene Gesteinsarten verwendet. Der größte Unterschied besteht jedoch darin, dass der Glasanteil bei etwa 60 bis 70 Prozent liegt. In der Regel wird zur Herstellung Altglas verwendet. Dadurch wird das Altglas sinnvoll genutzt. Nach der Abkühlung weist das Dämmmaterial eine gelbliche bis fast weiße Färbung auf. An der unterschiedlichen Farbe kann deshalb auch schon der Laie erkennen, um welchen Dämmstoff es sich handelt.

Unterschiede bei den Eigengewichten beider Dämmstoffe

Der erste Unterschied liegt schon im Bereich des Eigengewichts. Steinwolldämmstoffe weisen ein spezifisches Gewicht von etwa 30 bis 220 Kilogramm pro Kubikmeter auf. Dieser große Bereich ergibt sich daraus, weil es zahlreiche unterschiedliche Zusammensetzungen bei den Rohstoffen gibt. Für einige Anwendungsbereiche wird ein Dämmstoff mit einer möglichst hohen Druckbelastbarkeit benötigt. Diese kann jedoch nur durch ein erhöhtes Eigengewicht erzielt werden.

Glaswolldämmstoffe sind in der Regel etwas leichter. Sie weisen ein spezifisches Gewicht von etwa 15 bis 150 Kilogramm pro Kubikmeter auf. Das etwas geringere Gewicht rührt daher, weil der Anteil an Altglas bei der Herstellung sehr hoch ist. In früheren Zeiten wurden den mineralischen Dämmstoffen auch noch Substanzen beigemischt, die das Material geschmeidiger machten. Dadurch ließ es sich besser verarbeiten. Da diese Substanzen jedoch im Verdacht standen, krebserregend zu sein, wurden sie seit dem Jahre 1998 verboten. Die modernen Glaswolldämmstoffe sind daher nicht mehr so schädlich für die Gesundheit.

Wie gut dämmen die mineralischen Baustoffe?

Die Dämmeigenschaften sind in etwa bei beiden Materialien identisch. Sie liegen je nach Dichte zwischen etwa 0,035 und 0,05 W(m²K). Bei dieser Bezeichnung handelt es sich um den Wärmedurchgangskoeffizienten, der meistens einfach nur als U-Wert bezeichnet wird. Vielleicht ist es angebracht, den Wert etwas näher zu erklären, weil er nicht gleich jedem Interessenten etwas sagt. Er bedeutet, dass eine Wärmeenergie von 0,035 bis 0,05 Watt pro Quadratmeter Fläche aufgebracht werden muss, um einen Temperaturunterschied von einem Grad Celsius auszugleichen. In der Maßbezeichnung steht zwar das K für Kelvin, aber dieser Wert unterscheidet sich nicht von Celsius. Bei Kelvin liegt lediglich der Tiefstwert beim absoluten Nullpunkt, also minus 273,5 Grad Celsius.

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Da sich das immer noch ein wenig abstrakt anhört, gibt es ein Beispiel. Ist beispielsweise eine Außenwand mit einer Fläche von 15 Quadratmetern mit einem mineralischen Dämmstoff isoliert, dann müsste die Heizung 15 x 0,05 Watt aufbringen, um die Innentemperatur um 1,0 Grad höher zu halten, als die Außentemperatur. Das wären in diesem Beispiel 0,75 Watt. Beträgt der Temperaturunterschied im Winter jedoch 20 Grad Celsius zwischen der Außentemperatur und der Innentemperatur, dann müsste dieser Wert noch mit 20 multipliziert werden. Das wären dann in diesem Fall 15 Watt.

Mit mineralischen Dämmstoffen die EnEV einhalten

Sowohl bei allen Neubauvorhaben als auch bei umfangreicheren Sanierungen bestehender Gebäude müssen auf jeden Fall die Vorschriften der Energieeinsparverordnung eingehalten werden. Wenn ein Bauherr sich nicht an dieser staatlichen Verordnung hält, droht ihm ein hohes Bußgeld. In der Energieeinsparverordnung, die auch als EnEV bekannt ist, sind Grenzwerte für den Wärmedurchgangskoeffizienten für jedes einzelne Gebäudeteil festgesetzt worden. Diese müssen deshalb eingehalten werden, damit sich der Energieverbrauch und somit auch die Belastung für die Umwelt in Grenzen halten.

Viele Bauherren empfinden diese strikte Verordnung als Gängelei, die eine Sanierung oder einen Neubau verteuert. Das sollte jedoch nicht so gesehen werden. Durch eine angepasste Dämmung werden über einen längeren Zeitraum hinweg hohe Energiekosten eingespart. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, in einen guten Wärmeschutz zu investieren. Mit den mineralischen Dämmstoffen lassen sich die Vorgaben problemlos erfüllen. Es ist jedoch wichtig, dass ein Fachmann die Planung übernimmt, weil beim Dämmen eines Gebäudes auch Fehler gemacht werden können.

Zuschüsse für ein KfW Effizienzhaus erhalten

Mineraldämmstoffe eignen sich auch dazu, ein sogenanntes Effizienzhaus zu erstellen, für das es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW genannt, Zuschüsse gibt. Durch eine fachgerechte Anbringung der Dämmstoffe in den richtigen Bereichen lässt sich sogar das KfW Effizienzhaus 50 erzielen. Dieses weist einen um 50 Prozent besseren U-Wert auf als in der EnEV vorgeschrieben. Beispielsweise ist in der Energieeinsparverordnung ein U-Wert für eine Außenwand von maximal 0,24 W/(m²K) vorgesehen.

Mit der Mineralwolle ist es bei einer fachgerechten Montage durchaus möglich, diesen Wert zu halbieren. Um einen der begehrten Zuschüsse zu bekommen, müssen aber nicht nur die Außenwände in entsprechender Form gedämmt sein. Auch alle anderen Gebäudeteile, wie beispielsweise Fußböden, Zwischendecken und das Dach dürfen nur minimale Wärmeverluste erlauben. Aus diesem Grund ist es auf jeden Fall ratsam, sich vor einer größeren Sanierungsmaßnahme von einem Fachmann beraten zu lassen. Da es die Mineralwolle jedoch günstig zu kaufen gibt, lassen sich mit relativ geringen Kosten schon die Ziele für Zuschüsse der KfW erreichen.

Weitere Besonderheiten dieser mineralischen Dämmstoffe

Ein sehr großer Vorteil besteht darin, dass mineralischer Dämmstoff einen sehr guten Schallschutz bietet. Insbesondere dann, wenn der Dämmstoff in Zwischendecken eingebaut ist, macht sich dieser Vorteil deutlich bemerkbar. Des Weiteren ist der Dämmstoff auf Mineralbasis sehr schwer entflammbar. Richtig brennen wird das Material ohnehin nicht, sondern eher schmelzen. Die Produkte von Rockwool, Isover oder Ursa weisen Schmelzpunkte von mehr als 1.000 Grad Celsius auf. Dieser Aspekt ist sehr wichtig, weil die Brandsicherheit im Bauwesen ein wichtiges Feld darstellt.

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Grundsätzlich sind die beiden mineralischen Dämmstoffe auch resistent gegen Feuchtigkeit. Eine Verrottung findet nicht statt. Trotzdem sollte das Dämmmaterial vor eindringender Feuchtigkeit geschützt werden. Feuchtes Dämmmaterial weist keine gute Dämmung mehr auf.

Bei all den genannten Vorteilen sollte aber auch ein Nachteil dieser Baustoffe nicht unerwähnt bleiben. Mineraldämmstoffe lassen die Wärme der Sonne recht gut ins Innere des Gebäudes. Sie weisen daher im Sommer nur eine begrenzte Kühlwirkung auf.

Die einfache Verarbeitung der Mineralwolle

Ein großer Vorteil ist es immer, wenn sich Baumaterialien einfach und schnell verarbeiten lassen. Genau dies trifft auf die Mineralwolle zu. Die bekannten Hersteller Rockwool, Isover und Ursa bieten die Materialien in unterschiedlichen Formaten an. Dazu gehören die Rollenware und auch Platten. Welche zum Einsatz kommen, hängt von der jeweiligen Situation ab. Sowohl die Steinwolleplatten als auch die Glaswollerollen lassen sich mit entsprechenden Messern recht gut und einfach auf das richtige Maß schneiden. Im Baumarkt oder im Werkzeugfachhandel gibt es spezielle Messer für diese Zwecke. Diese sind mit einer sehr scharfen und langen Klinge ausgestattet. Der Grund dafür ist, dass die Dämmmaterialien zumeist sehr dick sind.

Die Befestigung erfolgt je nach Anforderung. Der mineralische Dämmstoff lässt sich zwischen Balken, Latten und anderen Bauteilen einfach festklemmen. Platten lassen sich mit einem speziellen Kleber am Mauerwerk anbringen. Der Kleber wird zuvor angerührt, sodass er die erforderliche Konsistenz erreicht. Dann braucht er nur noch mit einem Zahnspachtel oder mit einer Zahnkelle gleichmäßig auf der Dämmplatte verteilt zu werden. Die Verarbeitung dieser Dämmstoffe ist recht einfach, sodass sie jeder handwerklich begabte Heimwerker selbst durchführen kann.

Anwendungsgebiete für Dämmstoffe aus Mineralwolle

Wie bereits erwähnt ist die Steinwolldämmung grundsätzlich etwas schwerer. Zu den häufigsten Einsatzbereichen gehört die Dämmung des Kellers oder aller Fußböden. Auch zur Dämmung des Daches eignet sich dieses Material, sofern das Dach nicht zu steil ist. In dem Fall würde sich das hohe Gewicht negativ auswirken. Grundsätzlich wird dieser Dämmstoff aber auch zur Dämmung von Wänden und Fassaden verwendet.

Die Glaswolldämmung eignet sich am besten zur Dämmung von Wänden und kompletten Fassaden. Da sie relativ leicht ist, wird sie auch sehr gerne zur Dämmung von Steildächern verwendet. Auch dieser Dämmstoff ist daher vielseitig einsetzbar. Die mineralischen Dämmstoffe werden aber nicht nur zur Dämmung von Einfamilienhäusern verwendet. Sie eignen sich auch sehr gut zur Dämmung größerer Bauvorhaben und auch für Bauprojekte im gewerblichen Bereich. Ein großer Vorteil besteht auch darin, dass sie allen erforderlichen Ansprüchen genügen, die im Baurecht verankert sind. Daher sind sowohl die Bauherren als auch die Bauunternehmer bei der Verwendung dieser Dämmstoffe immer auf der sicheren Seite.

Wie steht es um die Umweltverträglichkeit?

Zur Herstellung werden ausschließlich in der Natur vorkommende Materialien, wie verschiedene Gesteinsarten, Sand und Glas verwendet. Aus diesem Grund stehen die erforderlichen Rohstoffe in sehr großen Mengen zur Verfügung. Es findet daher weder ein Raubbau noch eine Verschwendung von Ressourcen statt, um dieses hochwertige Dämmmaterial herzustellen.

Zur Herstellung wird jedoch eine Menge Energie verbraucht, weil die Rohstoffe sehr stark erhitzt werden müssen. Durch das fertige Dämmmaterial wird aber im Laufe der Jahre sehr viel Energie wieder eingespart. Deshalb erzielen diese Dämmstoffe auch eine hervorragende Energiebilanz. Mittlerweile ist auch das Recyceln der Mineralwollen kein Problem mehr.

In früheren Zeiten gab es auch immer wieder Bedenken im Bereich der Gesundheit. Fast jeder, der mit diesen Dämmstoffen arbeitet, erleidet an den Händen einen unangenehmen Juckreiz. Dabei handelt es sich jedoch um keine chemische Reaktion oder ein sonstiges schwerwiegendes Problem. Der Juckreiz entsteht durch die größeren Fasern, die sich im Dämmmaterial befinden. Diese üben einen rein mechanischen Reiz auf die Haut auf. Deshalb sollte der direkte Hautkontakt bei der Arbeit nach Möglichkeit vermieden werden. Es ist daher anzuraten, ausschließlich mit Handschuhen zu arbeiten.

Vor- und Nachteile von Steinwolle

Zur besseren Übersicht sind nachfolgend die Vor- und auch die Nachteile dieses Dämmmaterials in übersichtlicher Weise zusammengestellt.

Vorteile

  • Günstig in der Anschaffung
  • Keine Verrottungsgefahr
  • Leicht zu verarbeiten
  • Sehr gute Dämmeigenschaft
  • Lässt Feuchtigkeit sehr gut durch
  • Hoher Schallschutz
  • Nicht brennbar

Nachteile

  • Relativ hohes Eigengewicht
  • Eindringende Feuchtigkeit verringert die Dämmwirkung

Vor- und Nachteile der Glaswolle

Auch bei diesem Dämmstoff gibt es Vor- und auch ein paar Nachteile. Hier folgt die Übersicht:

Vorteile

  • Geringes Eigengewicht
  • Eignet sich auch für Steildächer
  • Kostengünstiges Material
  • Lässt sich mühelos verarbeiten
  • Vielseitig verwendbar
  • Hohe Dämmwirkung
  • Bietet Schallschutz

Nachteile

  • Muss vor eindringende Feuchtigkeit geschützt werden
  • Sollte nur mit Handschuhen verarbeitet werden
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Fazit

Mineralwolle ist ein hochwertiges Dämmmaterial, das schon seit vielen Jahrzehnten verwendet wird. Dieser Dämmstoff eignet sich für verschiedene Einsatzbereiche auf der Baustelle. Besonders hervorzuheben ist das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem bietet die Mineralwolle eine hervorragende Dämmung und weist eine lange Haltbarkeit auf.

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